Elektroautos, so umweltschädlich wie Benziner?!
Überall wird behauptet, Elektroautos seinen umweltfreundlich. Aber ist das so? Wer einmal den Schadstoffausstoß der verschiedenen Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebsarten, von der Energieerzeugung bis zur Quelle betrachtet, wird überrascht sein.
Tatsache ist, das Elektrofahrzeug selber produziert beim Betrieb keine Emissionen. Aber der Treibstoff, der Strom muss ja erzeugt werden. Zwar setzen auch in Deutschland immer mehr Versorger auf regenerative Energien, doch noch kommt ein großer Teil des Stromes aus Kohle-, Braunkohle- Gaskraftwerken oder aus der Müllverbrennung. All diese Kraftwerke erzeugen trotz modernster Filter etc. Emissionen. Diese Tatsachen riefen den ADAC Eco Test auf den Plan.
Der ADAC testete Elektroautos unter Realbedingungen. Das erste Fazit: der Stromverbrauch in der Werbung ist eine dezente Untertreibung, denn dieser wurde unter unrealistischen Bedingungen ermittel, zum Beispiel waren alle Verbraucher wie Radio, Lüftung etc. abgeschaltet. Unter Realbedingungen mit Licht du Klimaanlage verbrauchen die Fahrzeuge zwischen 30% und 80% mehr Energie, so der ADAC.
Als Essenz aus dem Test fordert der ADAC die größere Verbreitung von Gas und E6 Fahrzeugen.
Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Denn wer den Verbrauch eines Fahrzeugs misst, der sollte natürlich den Verbrauch des Antriebs messen und nicht die individuellen Verbraucher. Der Einsatz von Licht, Radio und Klimaanlage ist doch eher individuell und kann daher nicht mit in einen solchen Test einfließen. Weiter muss die Frage gestellt werden, ob jemand der eine weitere Verbreitung von Fahrzeugen fordert, die auf fossile Energien setzen, die Zeichen der Zeit gehört hat und auch schon mal auf die Preisschilder der Tankstellen geschaut hat? Abschließend bleibt auch zu bemerken, dass der Schadstoffausstoß der Kraftwerke eine Momentaufnahme ist. Wir alle wissen, die Energiewirtschaft ist im Umbruch und regenerative Energien sind auf dem Vormarsch. Also wird sich der Schadstoffausstoß bei der Stromproduktion über die Zeit ändern. Bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist das nicht zu erwarten, im Gegenteil, gewöhnlich werden die Abgase schmutziger, je älter das Auto ist.
Und dann ist da noch der politisch / wirtschaftliche Aspekt. In der Wirtschaft gilt: Angebot und Nachfrage regulieren den Preis, und auch die Produktionsmethoden. Mehr Elektroautos bedeutet, die Mineralölkonzerne werden zum Handeln gezwungen und auch die Energieversorger. Jeder Energieversorger, der die Zeichen der Zeit erkennt, wird bei der Schaffung neuer Anlagen auch den Umweltaspekt und die Nutzung regenerativer sauberer Energien nicht vernachlässigen.
2030 wirt das Elektroauto 200 Jahre alt – Akkuprobleme bleiben
Wer glaubt, dass das Elektroauto eine Erfindung den letzten 20 Jahre ist, der irrt. Schon 1821 wurden durch Michael Faraday die Grundsteine zur elektronischen Mobilität gelegt. Nur zehn Jahre später wurden die ersten Elektrofahrzeuge gebraut. Und schon 1860 waren wiederaufladbare Bleiakkumulatoren verfügbar.
Sicherlich war die Kapazität der damaligen Akkumulatoren sehr viel schlechter als die der heutige. Doch tatsächlich hatte sich bis heute genau an dieser Stelle nicht genügend getan. Das Problem die elektrische Energie zu speichern ist bis heute die größte Hürde für eine globalen Umstieg auf Elektroautos.
Momentan sind für hohe Reichweiten die Elektro-Hybridfahrzeug mit Reichweitenerweiterung die praxisnächste Variante. Hier wird in diesem Jahr Opel mit dem neuen Ampera einen neuen Maßstab setzten.
Wer viele kürzere Strecken fährt, der kann voll elektrisch von A nach B kommen. Bei längeren Fahrten (ab ca. 80 km) wird dann ein Benzinmotor gestartet, der dann über einen Generator den benötigten Strom für den Elektromotor im Antrieb liefert. Auch diese Kombination ist keine neue Erfindung. Schon lange fahren z.B. Dieselloks mit der selben Technik.
Aber wir sehen auch bei dieser Technik: Die optimale Lösung ist noch nicht gefunden und wir warten gespannt auf neue Entwicklungen.
Was spricht für und gegen Elektroautos?
Nun wollen wir es wissen: Was sind die Punkte, die Stand jetzt (Dezember 2011) für die Nutzung eines Elektroautos spricht. Und welche Argumente sprechen dagegen? Ursprünglich wollten wir eine Liste dieser Punkte anfertigen. In den Medien ist ja immer sehr viel zu diesem Thema zu lesen. Aber wir machen es nun anders:
Schreiben Sie uns in der Kommentarfunktion was aus Ihrer Sicht für oder gegen die neue Fortbewegungstechnologie spricht. Wir sammeln und ordnen dann Ihre Kommentare auf der Seite Pro und Contra Elektroauto. Diese Liste wird dann regelmäßig aktualisiert und ggf. auch über die Jahre historisiert.
Wir sind gespannt. Wir sehen noch eine Reihe an Schwierigkeiten der neuen Elektomobilität sehen aber auch ihre Chancen!
Elektroautos beim Car-Sharing
Es sprechen momentan noch viele Gründe gegen eine private Anschaffung eines Elektroautos. Wer sich also bislang noch nicht selber ein Elektroauto gekauft hat, kommt aber auch über andere Wege zum “e-Fahrspaß”.
Ein günstiger Carsharing Partner mit einem Elektroauto Angebot ist Flinkster. Unter dem Begriff e-Flinkster werden schon jetzt in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Saarbrücken Elektroautos angeboten. In Kürze sollen auch weitere Städte folgen.
Es sind unterschidliche Elektroautos im Angebot. Die Argumente für ein e-Mobil sind natürlich auch hier die selben: Man fährt mit e-Flinkster ohne Abgase, CO2 Ausstoß und wenig Motorgeräuschen. Bei den verwendeten Fahrzeugen ist eine Reichweite von mindestens 100 km bei voller Akkuladung möglich und das nachladen ist an 230V Haussteckdosen genau so möglich wie an den öffentlichen Elektrostationen.
Wer nun noch Bedenken mal ein Elektroauto zu fahren, den können wir beruhigen: Ein Elektroauto zu fahren ist noch einfacher als ein Auto mit Verbrennermotor. Die Besonderheiten bei der Bedienung werden bei der Buchung eines Elektroautos mitgeschickt und sind auch im Bordhandbuch zu finden. Die Registrierung bei Flinkster dauert nur ein paar Minuten – bei der nächsten PKW Anmietung kann es also ruhig mal ein Elektroauto sein, oder?
Elektroautos ohne Kabel laden
Induktionstechnik zum Laden von Autoakkus. Am Frankfurter Flughafen (FFM) ist eine Ladestation für Elektroautos in Betrieb genommen worden wo der Fahrer kein Kabel mehr an das Fahrzeug schließen muss. Nach dem Abstellen des Elektro-PKW wird der Akku über ein elektromagnetisches Feld geladen.
Technisch sehr reizvoll und aus Anwendersicht sehr bequem. Vielleicht ist die Idee für Firmenparkplätze umsetzbar. Dann könnten Mitarbeiter ihr Elektroauto auf dem Betriebsgelände “irgendwo” abstellen und könnten dann nach getaner Arbeit mit einem vollen Akku nach Hause fahren.
Wie steht es aber mit gesundheitlichen Risiken? Zu Zeiten in dem wir uns immer mehr dem Elektrosmog aussetzen sollten wir vielleicht nicht noch weitere gigantische Gerätschaften in unser Lebensraum stellen die dann starke elektromagnetische Strahlen von sich geben.
Vielleicht ist es noch nicht die letzte Idee zum Thema Autoakku aufladen.
Ein Werkstatt-Tipp für “normale” Autos: Roxin Autoservice, Ihre KFZ Werkstatt Querum
Elektroauto-Carsharing startete in Amsterdam
Mit dem Projekt „Car2Go“ hat der Autokonzern Daimler AG ein Carsharing-Projekt gestartet, bei dem in ganz Europa Elektroautos gemietet werden können. Zunächst erhält sie niederländische Stadt Amsterdam 300 Elektroautos des Modells Smart Fortwo Electric. Sie sollen dort zum Einsatz kommen und zur Vermietung angeboten werden. Für dieses Projekt wurde bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
Das Tarifmodell, Park-Konzept und der Einsatzbereich sollen in den folgenden Monaten bekannt gegeben werden. Gleichzeitig sollen bis Ende diesen Jahren 300 Ladestationen aufgebaut werden. Bis Ende 2012 soll die Anzahl der Stromladestationen um weitere 1000 erweitert werden.
Das Projekt „Car2Go“ ist in der texanischen Stadt Austin und Ulm in Bayern bereits erfolgreich angelaufen. Hier gibt es weit mehr als 35.000 registrierte Nutzer. Beide Städte hatten ebenfalls je 300 Elektroautos zur Vermietung erhalten. Sie können sofort genutzt werden und befinden sich im Stadtgebiet. Der Mietpreis wird nach Minuten abgerechnet und verspricht ein faires Vermietmodell. Grundsätzlich scheint das Vermietkonzept von Car2Go sehr gut durchdacht zu sein. Auf lange Sicht gesehen dürfte es erfolgreich für die Nutzung von Elektroautos sprechen.
Das Elektroauto Smart Forspeed
Auf der Automesse Shanghai 2011 zeigt der Autohersteller Daimler AG seine Elektroauto-Studie Smart Forspeed. Das Elektrofahrzeug bietet Platz für zwei Personen und wurde mit einem Überrollbügel ausgestattet. Eine Frontscheibe gibt es nicht, stattdessen wurde ein einfacher Windabweiser konstruiert. Der 41 PS starke Permanentmagnetmotor erreicht in nur 5,5 Sekunden 60 km/h. Durch eine Boost-Funktion kann der Fahrer die Leistung für kurze Zeit um 7 PS erhöhen. Dies wird sich in erster Linie bei Überholmanövern als vorteilhaft erweisen.
Der Smart Forspeed verfügt über ein Lithium-Ionen-Akku, dass innerhalb weniger Stunden an der normalen Steckdose aufgeladen werden kann. An einer Schnell-Ladestation ist eine Aufladung eines leeren Akkus zu rund 80 Prozent innerhalb von einer guten Dreiviertelstunde möglich. Mit einer Akkuladung soll eine Reichweite von 135 Kilometern erreicht werden.
Der Smart Forspeed ist ein Konzeptfahrzeug, sodass bislang auch noch unklar ist, ob der Kleinstwagen überhaupt in die Serienproduktion gehen wird. Wegen seiner sportlichen Ausstattung und dem Design eignet sich dieses Elektroauto aber wohl eher nur für die Freizeit und nicht unbedingt für Alltagsfahrten.
Yoove erweitert Angebot: jetzt auch Elektroauto-Vermietung möglich
Erst im März diesen Jahres wurde das Unternehmen „Yoove“ in Berlin gegründet. Innerhalb kürzester Zeit hat es sich zum größten Vermieter des Elektrorollers Segway entwickelt und wird nun auch Elektroautos zum Mieten anbieten.
Derzeit werden in der Bundeshauptstadt von Yoove 120 Segways zur Vermietung angeboten. Die Firmengründer Fabian Paul und Hendrik Schneider haben sich nun dazu entschlossen, auch das Elektroauto Mitsubishi i-MiEV anzubieten. Die vier vorhandenen Elektrokleinwagen können ab dem 22. April gemietet werden. Der Mietpreis liegt bei 79 Euro pro Tag.
Der Mitsubishi i-MiEV verfügt über einen 67 PS starken Elektromotor. Eine Akkuladung hat eine Reichweite von 150 Kilometern. Das Elektrofahrzeug ist auch mit einem Navigationssystem ausgestattet, dass neben den normalen Funktionen auch Parkplätze und Ladestationen in der Nähe anzeigt. Innerhalb von sechs Stunden ist das leere Akku wieder vollständig aufgeladen. Nutzt man eine der Schnell-Ladestationen, die in näherer Zukunft aufgebaut werden, kann das Akku in einer guten halben Stunde aufgeladen werden.
Wie die Firmeninhaber berichteten, erhielt das Unternehmen keine staatlichen Subventionen für die Anschaffung der Elektroautos.
Milliardensubventionen für Elektroautos gefordert
Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wird die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den zweiten Bericht vorlegen. Bis zum Jahre 2020 strebt die Bundesregierung an, eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. Die Autoindustrie lobt dieses Ziel, hält es aber für unerreichbar, wenn es keine staatlichen Subventionen gegeben wird. Nur durch zusätzliche Kaufanreize könnte dieses Ziel erreicht werden.
Der Entwurf des zweiten Berichts der NPE gibt an, dass bis zum Jahre 2014 mit 25.000 Elektroautos gerechnet wird. Im Jahre 2020 sollen es dann 450.000 der umweltfreundlichen Fahrzeuge sein. In den kommenden drei Jahren müssten nach Einschätzung der NPE jedoch schon 100.000 Elektroautos fahren und 2017 dann 500.000 um das Ziel der eine Millionen Elektrofahrzeugen zu erreichen.
Die Automobilindustrie hatte im ersten Zwischenbericht bis 2013 vier Milliarden Euro für die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich gefordert. Eine Einigung konnte bislang auch nicht im Bezug auf die Kaufprämien für Elektroautos erzielt werden. Bislang soll nach den Plänen nur der Aufbau von Stromladestationen, die Pilotproduktion von Akkus mit Steueranreize belohnt werden. Ferner sollen gewerbliche Kunden Sonderregelungen bei steuerlichen Abschreibung in Anspruch nehmen können. Ein Vorschlag der NPE sieht vor, dass es eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im ersten Nutzungsjahr eines Elektroautos geben sollte. Wirklich zu einem Erfolg können die Elektroautos aber nur werden, wenn die Preise entsprechend günstig sind.
Das Elektroauto von AUDI
In der vergangenen Woche stellte der Autohersteller Audi AG den Prototypen seines Elektroautos Audi A3 e-Tron vor und veröffentlichte erste Details. Das Audi-Elektroauto basiert offensichtlich auf dem Audi A3 Sportback. Wie Audi weiter verriet, wird der Elektromotor seinen Strom aus einem 26.5 Kilowattstunden starken Lithium-Ionen-Akku beziehen. Integriert sind die Batterien im Unterboden und Kofferraum. Mit einer Akkuladung soll eine Reichweite von 140 Kilometer erreicht werden. Der eingebaute Elektromotor bringt satte 163 PS Leistung und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.
An einer normalen Steckdose soll man den Audi A3 e-Tron innerhalb von neun Stunden vollständig aufladen können. Auf vier Stunden könnte die Ladezeit verringert werden, wenn ein Schnell-Lader mit 400 Volt Leistung genutzt wird.
Das Elektroauto soll in nur 11,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können und verfügt über ein Fassungsvolumen des Kofferraums von 265 Litern. Wann allerdings der Audi A3 e-Tron auf den Markt kommen wird und was er kosten soll, wollte der Autokonzern bisher nicht sagen. Medienberichten zufolge ist mit einer Markteinführung im Jahr 2013 zu rechnen.